Smaragd

Smaragd

Smaragd zeigt sich in tiefem, blau schimmerndem Grün. Seine Lagerstätten liegen auf den südlichen Kontinenten, in Ägypten, im Ural und in den Hohen Tauern. Hydrothermal durchtränkte Glimmerschiefer in der Nähe der aus dem Urgestein aufgestiegener Pegmatite sind die Orte seiner Bildung. Chemisch ist der Smaragd ein Beryllium-Aluminium-Silikat und gehört zu den Beryllen, wie auch der blaue Aquamarin, der gelbe Heliodor und der rosafarbene Morganit. Die Metalle Aluminium, Chrom und Vanadium färben den Stein grün. Der Smaragd findet die Wurzel seines Namens im assyrisch-babylonischen Wort „barraq“, wo es „aufleuchten, aufblitzen“ bedeutet.

 

Das tiefe Grün des Smaragdes lässt in der menschlichen Seele das Empfinden der Moral anklingen, eine Moral, die nicht von außen diktiert wird, sondern die den Menschen zum selbstständigen Handeln führt: Im Leben hat der Mensch Erlebnisse – Er sättigt sie mit seinen Gedanken – Er bildet sich Vorstellungen – Was er durchschaut, blitzt in ihm auf und er kann sagen: „Jetzt verstehe ich es!“ Solch ein Aufblitzen widerfährt dem Menschen für gewöhnlich nicht von alleine; dazu muss er eine Anstrengung vollbringen: Das Führen der Gedanken vom einen zum anderen. Die Kontrolle der eigenen Gedankenführung ist die Tugend des Menschen, die im Smaragd ihr mineralisches Bild findet.

 

Wo im menschlichen Leib der Mensch seine Anstrengung zur Tat ballt, das ist die Region der Oberarme und wo er sie zum rechten Gang ballt, die der Oberschenkel. Als neunter der Zwölf Edelsteine ist der Smaragd dem Sternzeichen des Schützen zugeordnet.

   weiterführende Literatur

  • Walter Cloos (1956): Kleine Edelsteinkunde, Novalis Verlag, Freiburg

  • Philipp Schmidt (1948): Edelsteine. Ihr Wesen und ihr Wert bei den Kulturvölkern, Verlag der Buchgemeinde, Bonn

  • Friedrich Benesch (1993): Apokalypse. Die Verwandlung der Erde. Eine okkulte Mineralogie, 2. Auflage, Urachhaus, Stuttgart