Heliotrop, Jaspis

Jaspis

Der Heliotrop zeigt sich in einnehmend sattem Dunkelgrün und darinnen versprenkelt leuchten rote Tropfen auf. Wir finden ihn in vulkanischen Gesteinen des Porphyrs, sowie in ausgefüllten Klüften und Hohlräumen weiterer vulkanischer Gesteine. Die Grundmasse verfügt über mikroskopisch kleine Faserkristalle der Kieselsubstanz, daher gehört der Stein zu den Chalzedonen und in der undurchsichtigen Variation wiederum zum Jaspis. Die roten Einschlüsse bestehen aus Eisenoxid in Form des dreiwertigen Eisens. Gleichzeitig ist zweiwertiges Eisen in der Grundmasse des Steins vorhanden und farbgebend für das Grün.

 

Sein Name stammt aus dem Griechischen: „Helios“ heißt die Sonne und „tropeo“ bedeutet „zustrebend, eine Wendung vollziehend“ oder „zugehörig“. Der Heliotrop ist also der Stein, der „sich die Sonne erringen“ in seinem Namen trägt. In seinem dunklen, irdischen Grün mit den roten Einsprenglingen lebt ein Bild für das Wirken Christi, der sich mit seinem Blut der Erde opfert. Heute kann die Menschenseele in Großmut sich ersehnen, dass aus der Keimeslegung Christi alle Erdentatsachen sinnvoll zum Ziele sich wenden. Großmut ist die Tugend des Menschen, die im Heliotrop sinnenfällig geworden ist.

 

Mit der Erde sich verbinden heißt für den Menschen: arbeiten. Im menschlichen Leib lebt dieser Sachverhalt in der Region der äußersten Gliedmaßen, im Schreiten der Füße, im Ergreifen der Hände. Als zwölfter der Zwölf Edelsteine ist der Heliotrop dem Sternzeichen der Fische zugeordnet.

   weiterführende Literatur

  • Walter Cloos (1956): Kleine Edelsteinkunde, Novalis Verlag, Freiburg

  • Philipp Schmidt (1948): Edelsteine. Ihr Wesen und ihr Wert bei den Kulturvölkern, Verlag der Buchgemeinde, Bonn

  • Friedrich Benesch (1993): Apokalypse. Die Verwandlung der Erde. Eine okkulte Mineralogie, 2. Auflage, Urachhaus, Stuttgart