Amethyst

Amethyst

Mit fesselndem, tiefem Violett zeigt sich der Amethyst. Der Edelstein baut sich mit reiner Kieselsubstanz wie ein Bergkristall auf und kristallisiert mit sechsseitiger Spitze. Die Metalle Eisen und Mangan färben ihn in feiner Verteilung violett. Den Amethyst finden wir in zwei verschiedenen geologischen Formationen: zum einen in den Klüften von Granit, Sandstein und Erzen, zum anderen auf Achaten sitzend, ins Zentrum der Achat-Mandeln der Basalte ragend. Ergiebige Vorkommen liegen in Uruguay und Madagaskar.

 

Sein Name stammt aus dem Griechischen: „methyo“ bedeutet „Rausch“ und „a-methyo“ heißt „ohne Rausch“. Der Amethyst ist also der Edelstein, der „sich dem wirbelnden Rausch entgegenstellen können“ in seinem Namen trägt.

 

Einzigartig ansprechend ist der Eindruck vom Violett des Amethystes. Die beiden Farben, die in ihm spielen, sind Rot und Blau. Dabei verweben sie sich in der Art ineinander, dass darin beide auftreten, sie sich zurücknehmen, sie sich ehrfurchtsvoll für den anderen hingeben: das Violett wallt auf. Auch die menschliche Seele kann sich in Ehrfurcht erweisen. Das tut sie dort, wo sie erkennt und erleidet was wahr ist: das Ahnen dessen, wie das Ich einen anderen Menschen erfüllt. Devotion ist die Tugend, an die der Amethyst im Menschen pocht.

 

Inwieweit der Mensch in Staunen und Ehrfurcht seine Gedanken der Welt und denen, die darin leben, hergibt, das zeigt sich daran, wie der Mensch sein Haupt trägt. Im menschlichen Leib ist das Haupt die Region, von der aus der Mensch seine Gedanken schenken kann. Als erster der Zwölf Edelsteine ist der Amethyst im Tierkreis dem Zeichen des Widders zugeordnet.

   weiterführende Literatur

  • Walter Cloos (1956): Kleine Edelsteinkunde, Novalis Verlag, Freiburg

  • Philipp Schmidt (1948): Edelsteine. Ihr Wesen und ihr Wert bei den Kulturvölkern, Verlag der Buchgemeinde, Bonn

  • Friedrich Benesch (1993): Apokalypse. Die Verwandlung der Erde. Eine okkulte Mineralogie, 2. Auflage, Urachhaus, Stuttgart