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Amethyst

Amethyst

Mit fesselndem, tiefem Violett zeigt sich der Amethyst. Der Edelstein baut sich mit reiner Kieselsubstanz wie ein Bergkristall auf und kristallisiert mit sechsseitiger Spitze. Die Metalle Eisen und Mangan färben ihn in feiner Verteilung violett. Der Amethyst tritt an zwei verschiedenen geologischen Formationen auf: zum einen in den Klüften von Granit, Sandstein und Erzen, zum anderen auf Achaten sitzend, ins Zentrum der Achat-Mandeln der Basalte ragend. Amethyst kommt in Indien und Russland vor, ergiebig in Uruguay und Madagaskar.

Sein Name stammt aus dem Griechischen: „methyo“ bedeutet „Rausch“ und „a-methyo“ heißt „ohne Rausch“. Der Amethyst ist also der Edelstein, der „sich dem wirbelnden Rausch entgegenstellen können“ in seinem Namen trägt.

Einzigartig ansprechend ist der Eindruck vom Violett des Amethystes. Die beiden Farben, die in ihm spielen, sind Rot und Blau. Dabei verweben sie sich in der Art ineinander, dass darin beide auftreten, sie sich zurücknehmen, sie sich ehrfurchtsvoll für den anderen hingeben: das Violett wallt auf. Auch die menschliche Seele kann sich in Ehrfurcht erweisen. Das tut sie dort, wo sie erkennt und erleidet was wahr ist: das Ahnen dessen, wie das Ich einen anderen Menschen erfüllt. Devotion ist die Tugend, an die der Amethyst im Menschen pocht.

Inwieweit der Mensch in Staunen und Ehrfurcht seine Gedanken der Welt und denen, die darin leben, hergibt, das zeigt sich daran, wie der Mensch sein Haupt trägt. In der menschlichen Gestalt ist das Haupt die Region, von der aus der Mensch seine Gedanken schenken kann. Im Kosmos lässt sich die Qualität des Amethyst-Steines im Sternbild des Widders wiederfinden.

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